Jun
10
urban gardening

Urban Gardening: Blumen als Waffe

Urban Gardening oder auch Guerilla Gardening genannt ist sicherlich eine der schönsten Arten des Protests gegen die politische Ungehorsamkeit. Die Erfinder dieser Bewegung begannen in den 70 ern bunte Akzente in den grauen Beton-Städten zu setzen, die sich gegen gie Ungerechtigkeit und Globalisierung gerichtet haben. Dabei spielten Farben, Formen und die Art der Pflanze eine für dass Statement so wichtige Rolle.
Mittlerweile erfüllt diese Bewegung ganz andere Ziele. Das Anlegen von kleinen Grünanlagen in der Stadt sollen vorallem die Offenheit gegenüber Veränderungen und den Zusammenhalt in der Nachbarschaft signalisieren. Die Gärten gibt es in verschiedenen Varianten. Es muss genau hingeschaut werden wenn man einige Exemplare entdecken möchte. Denn die Größe variiert sehr stark. Von einigen wenige Grünpflanzen bis hin zu aufwendig angelegten Gärten mit enormer Vielfalt an organischem Gemüse, mit welchem es möglich wäre die gesamte Nachbarschaft zu versorgen ist alles vertreten. Hier treffen sich die Nachbarn und Naturliebhaber und kümmern sich liebevoll um ihre Schützlinge. Vielerorts werden sogen kulinarische Abende veranstaltet. Hier trifft sich die Nachbarschaft, holt ein Teil der “Ernte” ein, bereitet ein angenehmes Mahl zu und genießt das Resultat ihrer Fürsorge in vollen Zügen. Die Regeln von solchen Garten-Communities sind genau so vielfältig wie das Pflanzenangebot. Von geschlossenen Gemeinschaften, die eine Mitgliedschaft erfordern bis hin zu öffentlich angelegten Kräutergärten, die für Jedermann offen stehen und an den sich jeder bedienen kann ist alles zu finden.
Ganz egal welche Art von Gärten es ist, eins haben alle gemeinsam. Sie machen unsere Städte bunter, fördern die soziale Verantwortung und erhöhen die Viertel-Identität.

Zar sagt: Augen offen halten, Angebot nutzen und ab und an selbst ein Setzling pflanzen.

Foto: Flickr

Mai
22
Shareconomy

Shareconomy: der Anti-Konsumirrsinn-Trend

Shareconomy ist ein Schlagwort mit vielen Facetten. In einem weiteren Sinn steht der Begriff für den ökonomischen Nutzen des Teilens. Er hat seit seiner erstmaligen Verwendung durch den amerikanischen Ökonomen Martin Weitzman Anfang der 1980er Jahre einen mehrfachen Bedeutungswandel erfahren. Hier erfahren Sie mehr über Inhalt und Bedeutung.

Erfolgsbezogene Vergütung und Wohlfahrt

In seinen Untersuchungen befasste sich Weitzman mit der Frage, inwieweit erfolgsbezogene Vergütungen in Unternehmen zu einer höheren Wohlfahrt führen. Er konnte zeigen, dass eine Wirtschaft mit erfolgsabhängiger Entlohnung flexibler auf Konjunkturschwankungen reagieren kann und anpassungsfähiger ist als eine Wirtschaft mit starren Einkommen. Gesamtwirtschaftlich betrachtet bietet eine solche Shareconomy, in der Arbeitnehmer am Unternehmenserfolg beteiligt sind, eine höhere Wohlfahrt.

Anwendung auf World Wide Web

Seit Web 2.0 findet der Begriff auch zunehmend Verwendung in Bezug auf das Internet. Hier bezeichnet er das Phänomen der Wissensverbreitung und -vermehrung über das World Wide Web, indem Nutzer ihr Wissen teilen und damit zu Wissensmultiplikatoren werden. E-Mail-Kommunikation und Social Media spielen als Medien bei internetbezogener Shareconomy eine zentrale Rolle.

Neue Wirtschaft des Teilens

Die heutigen Befürworter dieser Bewegung wissen meist ökonomisch nicht viel darüber bescheid, meist steht im Vordergrund die Rückbesinnung und die Reduzierung des ständig steigenden Konsums. Shareconomy hat sich mittlerweile zu einem regelrechten Trend entwickelt und ist nicht nur für Hippis und Aussteiger lebensbegleitend geworden.
Die neueste Interpretation erfährt der Begriff im Zusammenhang mit Geschäftsmodellen, bei denen das Teilen ein Grundprinzip ist. Gebrauchsgüter werden von Verbrauchern gemeinsam gekauft, getauscht, verwendet oder geliehen. Sharing-Modelle haben sich in den letzten Jahren dynamisch entwickelt. Carsharing, Wohnungssharing oder Booksharing sind nur einige Beispiele, der Anwendung sind kaum Grenzen gesetzt. Das Internet ist dabei als Organisationsplattform von entscheidender Bedeutung. Shareconomy bietet den Teilnehmern nicht nur Kosten- und Nutzenvorteile, der Gedanke des Teilens wird vielfach auch unter dem Aspekt des nachhaltigen Wirtschaftens gesehen.

TrendZar sagt: “хорошая идея-tausche für eine Woche mein Zepter gegen eine Privatinsel in der Karibik”

Foto: Hamsta Quelle: Photocase